Das Rinnsal unter der Erde

Girls beim kleinen Geschäft, Pipi machen, Pieseln. Egal ob dringend oder geplant. Natürlich auch woanders als auf dem Klo ;)
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Libelle
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Das Rinnsal unter der Erde

Beitrag von Libelle »

Der Tag war brütend heiß – über 30 Grad – und die Hitze hatte sich in der ganzen Stadt festgefressen. Schon am Vormittag war die Luft kaum zu atmen. Ich hatte einen wichtigen Termin in der Innenstadt und war mit dem Auto gefahren, obwohl ich wusste, dass die Tiefgarage unter dem Einkaufszentrum ein Brutkasten aus Beton und Abgasen sein würde.
Ich hatte viel Wasser getrunken. Zu viel. Schon auf dem Weg – fast einen halben Liter – weil die Sonne durch die Frontscheibe gebrannt hatte, als würde sie mich rösten wollen. Als ich endlich in die Tiefgarage einbog, war ich froh, dem gleißenden Licht zu entkommen. Doch die Erleichterung war trügerisch. Es war zwar schattig, aber stickig, drückend. Die Luft stand, schwer und abgestanden wie in einer Konservendose.
Ich parkte im dritten Untergeschoss, da war noch ein Platz frei. Ich blieb kurz sitzen, atmete tief durch, schloss die Augen – nur ein Moment der Ruhe, bevor ich hochmusste. Doch genau da spürte ich es.
Nicht langsam, nicht schleichend. Es kam wie ein Schlag. Der Druck in meinem Unterbauch war plötzlich da – eindeutig, unmissverständlich. Die Blase drückte, voll bis zum Rand. Der halbe Liter hatte seinen Weg gemacht.
Ich sah mich um. Betonwände, Autos, Gitterroste. Kein Mensch. Keine Toilette. Natürlich nicht. Unten in der Tiefgarage gab es nichts außer abgestellten Fahrzeugen, dunklen Ecken und diesem leicht metallischen Geruch nach Öl und Gummi.
Ich dachte kurz daran, wieder hochzufahren. Aber ich wusste: Der Weg zum Einkaufszentrum, dann durch die halbe Passage zum Klo – keine Chance. Ich würde es nicht schaffen. Nicht so, wie es sich anfühlte. Mein Körper machte ernst.
Ich stieg aus, schloss die Tür hinter mir, ließ meinen Blick schweifen. Niemand in der Nähe. Nur das tiefe Summen der Leuchtstoffröhren und das gelegentliche Tropfen von Kondenswasser irgendwo im Hintergrund. Ich ging ein paar Schritte, weiter in eine ruhigere Ecke zwischen zwei Säulen, wo ein Wagen offenbar schon länger stand – verstaubt, Kennzeichen abmontiert. Schatten, Abgeschiedenheit. Perfekt.
Ich zögerte. Noch einmal. Aber mein Körper zitterte schon leicht. Ich konnte es nicht mehr zurückhalten. Also tat ich, was ich tun musste.
Ich ging leicht in die Hocke – zwischen den offenen Autotüren meines Wagens und dem staubigen Kotflügel des anderen. Dann ließ ich los.
Zuerst kam gar nichts. Ein letzter Widerstand. Doch dann: Ein heißer Strahl schoss aus mir heraus, heftig, ungebremst. Ich konnte ihn nicht mehr kontrollieren. Es war wie ein innerer Dammbruch – befreiend, intensiv, beinahe schockierend. Der Urin schoss auf den heißen Betonboden, bildete sofort kleine, dampfende Rinnsale, die sich ihren Weg suchten. Der Kontrast zwischen der Hitze meines Körpers und dem kalten, toten Beton war fast greifbar.
Ich spürte, wie sich meine Muskeln lösten, wie die Erleichterung mich überrollte – körperlich, aber auch emotional. Mein Atem wurde ruhig, mein Puls fiel ab. Ich war völlig allein, verborgen im Schatten, und es war mir egal. Für diesen Moment war alles andere ausgeblendet.
Nach einer halben Minute war alles vorbei. Ich richtete mich auf, trat ein paar Schritte zur Seite. Der Fleck auf dem Beton war deutlich, aber niemand würde ihn hier unten vermissen. Es war warm, es war falsch, aber es war vorbei.
Ich wischte mir die Hände an meiner Hose ab, als wäre das nötig gewesen. Dann atmete ich noch einmal tief durch, ging zurück zum Wagen, schloss die Tür – und fuhr hoch in die gläserne, klimatisierte Welt da oben.
Niemand hatte etwas bemerkt. Und ich? Ich fühlte mich einfach nur erleichtert.
Gelöschter Benutzer 30628

Re: Das Rinnsal unter der Erde

Beitrag von Gelöschter Benutzer 30628 »

klasse geschrieben.
micha45
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Re: Das Rinnsal unter der Erde

Beitrag von micha45 »

Liest sich gut, auch wenn ich glaube dass hier AI zumindest mitgewirkt hat. Erst geht es vom Auto weg in eine ruhigere Ecke zwischen zwei Säulen, dann befindet man sich wieder zwischen den Türen des eigenen Wagens und dem eingestaubten Wagen, dann geht man wieder zurück zum Wagen und schließt die Tür.

Aber ich will kein Spielverderber sein, ist mal was anderes diese Geschichten.
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