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Re: Mein "Coming-Out"

Verfasst: 15 Mär 2025, 21:36
von ma4300
sehr schöne Geschichte.und ich ging auch nur selten in der Schule groß weiß aber nicht mehr was der Grund war!

Re: Mein "Coming-Out"

Verfasst: 11 Mai 2025, 08:41
von TheMagician97
Dorothea hat geschrieben: 06 Mär 2025, 19:06

Im Landschulheim in der 4. Klasse war ich über 3 Tage auch überhaupt nicht, auch daran erinnere ich mich noch dunkel.
Puhh… echt nicht gesund. Hat das zu keiner Verstopfung geführt?

Re: Mein "Coming-Out"

Verfasst: 12 Mai 2025, 10:58
von Dorothea
Natürlich ist das nicht gesund, ich war aber selbst in diesem Alter eigentlich nie verstopft. Diese 3 Tage waren die längste Zeit, wenn ich es richtig weiß. War aber auch irgendwie kein Problem, der Körper stellt dann einfach eine Zeit lang den Betrieb ein. Ich bin aber echt froh, dass ich nicht zu Verstopfungen neige, eben aus Wohlfühl- und gesundheitlichen Gründen. Meist muss ich 1x täglich, manchmal auch 2x. Wenn es mal mehr als 36h sind, dann ist das schon außergewöhnlich für mich.

Re: Mein "Coming-Out"

Verfasst: 13 Mai 2025, 08:34
von TheMagician97
Dorothea hat geschrieben: 12 Mai 2025, 10:58 Natürlich ist das nicht gesund, ich war aber selbst in diesem Alter eigentlich nie verstopft. Diese 3 Tage waren die längste Zeit, wenn ich es richtig weiß. War aber auch irgendwie kein Problem, der Körper stellt dann einfach eine Zeit lang den Betrieb ein. Ich bin aber echt froh, dass ich nicht zu Verstopfungen neige, eben aus Wohlfühl- und gesundheitlichen Gründen. Meist muss ich 1x täglich, manchmal auch 2x. Wenn es mal mehr als 36h sind, dann ist das schon außergewöhnlich für mich.
Sehr gut.

Re: Mein "Coming-Out"

Verfasst: 25 Jun 2025, 14:52
von Melanie16
TheMagician97 hat geschrieben: 11 Mai 2025, 08:41
Dorothea hat geschrieben: 06 Mär 2025, 19:06

Im Landschulheim in der 4. Klasse war ich über 3 Tage auch überhaupt nicht, auch daran erinnere ich mich noch dunkel.
Puhh… echt nicht gesund. Hat das zu keiner Verstopfung geführt?
:o

Da muss ich TheMagician97 recht geben.

Hätte bei mir auch nicht funktioniert.

War offenbar aber eine andere Zeit. (so liest es sich zumindest)

Oder liegt in der menschlichen Anatomie, die bei jedem Menschen anders ist. Auch die Psyche spielt eine Rolle und das familiere Umfeld.

Bei uns in der Familie gehen wir sehr locker mit den Thema Klo um. Was für mich von Vorteil ist.

Schon den Schultag zu überstehen, (Ca. 8-9 Std) ohne zu kacken, würde ich nur sehr schwer durchhalten.

2x am Tag muss ich mindestens "groß machen". Sonst fühle ich mich sofort unwohl. Manchmal muss ich sogar 3x am Tag "groß machen".

Wenn ich auch nur versucht hätte 1 Tag einzuhalten, hätte das unweigerlich mit einer vollen Hose geendet.

Re: Mein "Coming-Out"

Verfasst: 28 Jul 2025, 13:12
von Dorothea
Mir fiel die Tage wieder ein, wie ich meinen ersten Stuhlgang auf einer öffentlichen Toilette hatte, bei dem ich NICHT ungestört war. Ich war in der nächstgrößeren Stadt und bin dort in ein Kaufhaus, weil ich wusste, dass dort die Toiletten weitgehend gepflegt waren. Am Eingang saß eine südländisch aussehende Frau, vielleicht 5 Jahre älter als ich damals. Ich grüßte sie kurz und bin in die Damentoilette. 4 Kabinen, ich steuerte zur hintersten. Aus der vorletzten war die Spülung zu hören und eine Frau im mittleren Alter verließ gerade die Kabine, ich hatte einen leichten Geruch in der Nase und das Gefühl, dass sie gerade ihr großes Geschäft erledigt hatte. das hatte ich nun auch vor. Es dudelte leise Musik und noch immer war ihre Spülung laut zu hören. Ich zog mich zurück, öffnete die Hose und wollte wenig Zeit verlieren. Die Chance, dass ich für ein paar Minuten meine Ruhe hatte, wollte ich nutzen. Durch die laute Spülung bekam ich wohl allerdings nicht mit, dass die Klofrau die Kabine nebenan betreten hatte. Ich hatte in die ausklingende Spülung schon angefangen, loszulassen und dann direkt 2 laute Plumpser unter mir produziert...

Ich erschrak, als die Putzfrau plötzlich in den Raum hinein sagte: "Ich bin gleich fertig!" und erst jetzt vernahm ich, wie sie mit der Klobürste das Nachbarklo reinigte. Ich war perplex, murmelte nur ein kurzes "Sorry" und konnte auch die weitere Entleerung nicht mehr zurückhalten. Sie war dann fertig, als ich mich abputzte. Ich ging mit hochrotem Kopf zum Waschbecken, kramte 50 Pfennig aus meinem Geldbeutel und ließ ihn auf ihren Teller fallen. Ich konnte sie nicht anschauen, murmelte ein kurzes "Danke" hinterher und verließ wie ein ertapptes Kind den Ort des Geschehens.

Ich lernte erst mühsam während meiner Ausbildung, die Personaltoilette zu benutzen. Durch den Schichtbetrieb und die Umstellung meiner Ernährung damals konnte ich das kindlich-jugendliche "groß nur daheim" nicht mehr vollständig durchhalten. Die ersten Jahre konnte ich aber auch in der Klinik nur dann, wenn niemand anders im Raum war. Das sollte noch mehrere Jahre dauern, bis sich auch das entspannte.

Re: Mein "Coming-Out"

Verfasst: 28 Jul 2025, 20:06
von Moooooooin!
Schöne zusatzgrschichte!

Re: Mein "Coming-Out"

Verfasst: 16 Aug 2025, 09:54
von TheMagician97
Dorothea hat geschrieben: 28 Jul 2025, 13:12 Mir fiel die Tage wieder ein, wie ich meinen ersten Stuhlgang auf einer öffentlichen Toilette hatte, bei dem ich NICHT ungestört war. Ich war in der nächstgrößeren Stadt und bin dort in ein Kaufhaus, weil ich wusste, dass dort die Toiletten weitgehend gepflegt waren. Am Eingang saß eine südländisch aussehende Frau, vielleicht 5 Jahre älter als ich damals. Ich grüßte sie kurz und bin in die Damentoilette. 4 Kabinen, ich steuerte zur hintersten. Aus der vorletzten war die Spülung zu hören und eine Frau im mittleren Alter verließ gerade die Kabine, ich hatte einen leichten Geruch in der Nase und das Gefühl, dass sie gerade ihr großes Geschäft erledigt hatte. das hatte ich nun auch vor. Es dudelte leise Musik und noch immer war ihre Spülung laut zu hören. Ich zog mich zurück, öffnete die Hose und wollte wenig Zeit verlieren. Die Chance, dass ich für ein paar Minuten meine Ruhe hatte, wollte ich nutzen. Durch die laute Spülung bekam ich wohl allerdings nicht mit, dass die Klofrau die Kabine nebenan betreten hatte. Ich hatte in die ausklingende Spülung schon angefangen, loszulassen und dann direkt 2 laute Plumpser unter mir produziert...

Ich erschrak, als die Putzfrau plötzlich in den Raum hinein sagte: "Ich bin gleich fertig!" und erst jetzt vernahm ich, wie sie mit der Klobürste das Nachbarklo reinigte. Ich war perplex, murmelte nur ein kurzes "Sorry" und konnte auch die weitere Entleerung nicht mehr zurückhalten. Sie war dann fertig, als ich mich abputzte. Ich ging mit hochrotem Kopf zum Waschbecken, kramte 50 Pfennig aus meinem Geldbeutel und ließ ihn auf ihren Teller fallen. Ich konnte sie nicht anschauen, murmelte ein kurzes "Danke" hinterher und verließ wie ein ertapptes Kind den Ort des Geschehens.

Ich lernte erst mühsam während meiner Ausbildung, die Personaltoilette zu benutzen. Durch den Schichtbetrieb und die Umstellung meiner Ernährung damals konnte ich das kindlich-jugendliche "groß nur daheim" nicht mehr vollständig durchhalten. Die ersten Jahre konnte ich aber auch in der Klinik nur dann, wenn niemand anders im Raum war. Das sollte noch mehrere Jahre dauern, bis sich auch das entspannte.
Sehr schönes Erlebnis!